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Sonntag, Mai 30, 2004

Niederlande: 10% Öko-Landbau bis 2010. Mehr unternehmerischer Freiraum und mehr regionale Verantwortung, so lautet künftig der Grundgedanke der ländlichen Entwicklungspolitik in den Niederlanden. Nach einem Bericht von AgraEurope will die Regierung allein im laufenden Jahr rund 750 Millionen Euro in den ländlichen Raum investieren.

Bis zum Jahr 2007 sollen je neun Pilotprojekte zur Agrarbiodiversität gefördert werden, bis zum Jahr 2010 180.000 Hektar Wiesen und Weiden extensiviert sowie zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet werden. Derzeit beträgt die Öko-Fläche in den Niederlanden rund 43.000 Hektar bzw. 2,1 Prozent der Fläche (Organic Centre Wales).

Die niederländischen Gewässer sollen bis 2015 einen guten ökologischen und chemischen Zustand erreicht haben. Weitere in Zahlen festgeschriebene Ziele betreffen den Ausbau von Naturschutzgebieten und Nationalparks. Auf der anderen Seite sollen in so genannten Landbau-Entwicklungsgebieten 2.700 Hektar Gewächshausfläche entstehen und der nicht flächengebundene Land- und Gartenbau soll - bevorzugt in definierten Landbau-Entwicklungsgebieten, so genannten "Grünen Häfen" - weiterentwickelt werden.

Quelle: Oekolandbau.de

Dienstag, Mai 25, 2004

Brasilien ist BioFach-Land des Jahres 2005: Brasilien wird auf der BioFach 2005, die vom 24. bis 27. Februar 2005 in Nürnberg stattfinden wird, das "Land des Jahres" sein.

Brasilien ist das größte Land Südamerikas und erzeugt insbesondere Kaffee, Kakao, Sojabohnen, Zucker, Orangensaft, Trockenfrüchte und tropische Früchte wie Mangos und Papayas in biologischer Qualität.

Brasilien weist ein ansehnliches Wachstum im Bio-Bereich auf - im Jahr 2003 bewirtschafteten 6.500 Biobauern 130.000 Hektar Land nach den Richtlinien des biologisch-dynamischen Landbaus. Bis 2009 will Landwirtschaftsminister Roberto Rodriguez den Anteil der biologisch bewirtschafteten Fläche auf 10% anheben.

Samstag, Mai 22, 2004

Fast 4.000 Briten tragen vCJD-Prionen in sich: Fast 4.000 Briten zwischen 10 und 30 Jahren tragen jene Prionenproteine in sich, die die menschliche Form des Rinderwahns verursachen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Derriford Hospital gekommen. Die neue Schätzung beruht auf der direkten Analyse menschlicher Biopsien. Die Wissenschaftler entdeckten drei infizierte Mandel- oder Blinddarmproben bei einer Gesamtmenge von 12.674 zwischen 1995 und 1999 gesammelten Proben. Aufgrund der wenigen nachgewiesenen positiven Proben bleibt die angenommene Gesamtzahl von 3.808 spekulativ. Zusätzlich muss das Insichtragen von Prionen nicht unbedingt zu einer Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) führen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of Pathology veröffentlicht.

Der leitende Wissenschaftler David Hilton betonte laut NewScientist, dass nur eine der drei positiven Proben dem üblichen Muster einer Prionenakkumulation bei bestätigten vCJD-Fällen entsprach. Die beiden anderen wiesen Unterschiede auf. Das könnte bedeuten, dass es sich um falsch positive Ergebnisse handelt. Sollte das der Fall sein, verringert sich die vorhergesagte Häufigkeit um zwei Drittel von 237 pro Million britischer Bürger auf 79 Personen pro Million. Die aktuelle Studie konzentrierte sich auf erhaltene Proben von Personen, die während der Kindheit und dem frühen Erwachsenenalter starken Kontakt mit verseuchtem Rindfleisch hatten. Die geringe Anzahl von drei positiven Ergebnissen lege laut Hilton nahe, dass Kuhprionen aufgrund der zwischen den Arten bestehenden Barriere selten von Rindern auf den Menschen übertragen werden.

Die Zahl der gemeldeten vCJD-Fälle sinkt derzeit weiter von 28 Todesfällen im Jahr 2000 auf 18 im Jahr 2003. 2004 sind bisher zwei Menschen an dieser Krankheit gestorben. Vorläufige Ergebnisse der aktuellen Studie veranlassten die Health Protection Agency 2003 eine weitaus größere Studie basierend auf 100.000 frisch gesammelten Mandel-Proben zu starten. Viele dieser Proben werden jedoch laut Hilton von Kindern stammen, deren Nahrung frei von jenen Prionen ist, die BSE auf den Menschen übertragen haben sollen.

Quelle: Pressetext Austria

Mittwoch, Mai 19, 2004

Softdrinks können zu Speiseröhrenkrebs führen: Das stetige Ansteigen bestimmter Arten von Speiseröhrenkrebs kann mit dem hohen Konsum von Softdrinks in Zusammenhang stehen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forscherteams um Mohandas Mallath vom Tata Memorial Hospital in Indien. Die Forschungsergebnisse beziehen sich auf Daten des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, die in den Jahren 1946 bis 2000 gesammelt wurden. Über die Ergebnisse der Studie, die in New Orleans bei der Digestive Disease Week vorgestellt wurde, berichtet New Scientist heute, Dienstag.

Demnach hat sich der Konsum von kohlensäurehaltigen Softdrinks in den vergangenen 50 Jahren verfünffacht, die Anzahl von Speiseröhrenkarzinomen ist um das Sechsfache gestiegen. Nicht nur in den USA konnte eine derartige Entwicklung festgestellt werden. Auch in anderen Ländern, in denen viele Softdrinks getrunken werden, wie zum Beispiel Großbritannien oder Australien, sind die Krebszahlen angestiegen. In Ländern mit niedrigen Softdrink-Konsumraten wie Japan oder China hingegen wurde kein Zuwachs an Speisröhrenkrebs festgestellt.

Mallath und Lee Kaplan, Ernährungswissenschaftler vom Massachusetts General Hospital, sehen diesen Zusammenhang zwar als gegeben an, warnen aber davor, voreiligen Schlüsse zu ziehen. Immerhin tendieren Menschen, die viele Softdrinks zu sich nehmen, generell dazu, sich ungesund zu ernähren und somit einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt zu sein.

Auch andere Studien haben sich mit einem biologischen Zusammenhang zwischen Softdrinks und Speiseröhrenkrebs befasst und sind zu dem Schluss gekommen, dass sich der Magen nach dem Verzehr eines viertel Liter Softdrinks um das Volumen eines halben Liters ausdehnt, wohingegen es bei einem viertel Liter Wasser nur ein Viertel ist. Der Ph-Wert in der Speiseröhre verringert sich nach dem Konsum einer Dose Softdrink auf nur vier und bleibt für 53 Minuten auf diesem Wert. "Das allein ist noch kein Problem, sind es jedoch täglich zwei Dosen und das über 40 Jahre, könnte es zum Problem werden", so Mallath.

Quelle: Pressetext Deutschland

Sonntag, Mai 16, 2004

Monsanto gibt Gen-Weizen vorläufig auf: Der Druck von Verbrauchern und Greenpeace gegen Gentechnik in der Nahrung zeigt Erfolg: Einer der größten Gentechnikproduzenten der Welt, der US-Konzern Monsanto, hat mitgeteilt, dass er seinen Gen-Weizen auf Eis legen wird. Weder soll der umstrittene Weizen weiter entwickelt werden, noch soll es weitere Freilandversuche damit geben. Der Agro- und Chemikaliengigant will alle Anstrengungen einstellen, seinen Gen-Weizen auf den Markt zu bringen.

"Der geschlossene Widerstand von Verbrauchern, Umweltschützern, Landwirten und Lebensmittelherstellern hat den Gen-Konzern einknicken lassen", erklärt Christoph Then, Gentechnikexperte von Greenpeace. "Ausgerechnet in Kanada und den USA, dem Eldorado der Gentechnik-Industrie, ist Monsanto mit seinem Gen-Weizen gescheitert."

Widerstand gegen Gen-Pflanzen gibt es auch in anderen Teilen der Erde: Gegenwärtig protestieren Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten aus elf Ländern in Italien gegen Gentechnik in der Nahrung. Auf dem unter panamaischer Flagge fahrenden Frachter "Keoyang Majesty" protestiert auch ein Aktivist aus Deutschland gegen die Einfuhr von Gen-Soja nach Europa. Er hat einen der Kräne des Schiffes erklettert, das 40.000 Tonnen genmanipulierter Soja im Hafen der Adriastadt Chioggia löschen soll.

Mit der Entscheidung von Monsanto bleibt uns hoffentlich eine weitere Fehlentwicklung erspart: "Der Anbau von Gen-Raps in Kanada macht deutlich, dass sich genmanipulierte Pflanzen unkontrolliert ausbreiten", warnt Then. "Der Gen-Raps hat sich durch Pollenflug und verunreinigtes Saatgut so verbreitet, dass ökologisch und konventionell arbeitende Landwirte vielerorts keinen gentechnikfreien Raps mehr produzieren können."

"Auch beim Anbau von Gen-Soja in den USA und Argentinien wachsen die Probleme für Mensch und Umwelt", sagt Then. "Dort werden immer mehr giftige Spritzmittel eingesetzt. Mittlerweile kämpfen die Landwirte mit so genannten Superunkräutern. Die Superunkräuter sind durch den Anbau von Spritzmittel resistenten Gen-Pflanzen entstanden. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Nachteile der Gentechnik die angeblichen Vorteile bei weitem überwiegen."

Then sieht in der Entscheidung des US-Agrokonzerns ein Zeichen für Deutschland: "Auch die Landesregierung von Sachsen-Anhalt und die deutschen Politiker müssen jetzt erkennen, dass sie mit Gen-Pflanzen auf das falsche Pferd setzen. Wer Geld in Versuche mit genmanipulierten Pflanzen steckt, investiert Millionen Euro in eine Technik ohne Zukunft. Genmanipulierte Pflanzen haben ihre Zukunft schon hinter sich."

Das zeigen auch andere gescheiterte Versuche Monsantos, Gen-Pflanzen an den Mann zu bringen. So gab der Agro-Riese im vergangenen Jahr bekannt, dass er auf Pläne für genmanipulierte Pflanzen zur Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen verzichtet. Schon Jahre zuvor hatte Monsanto seine Gen-Kartoffeln aufgegeben, weil gerade Fastfood-Anbieter sie nicht haben wollten.

So ganz überzeugt scheint Monsanto aber noch nicht zu sein: Der Agro-Gigant geht davon aus, dass die Entwicklung von Gen-Weizen nur aufgeschoben sei. Wenn es gelingt weitere Eigenschaften auf die Pflanzen durch Genmanipulation zu übertragen, käme eine Vermarktung wieder in Betracht. Der Konzern rechnet dafür mit vier bis acht weiteren Jahren.

Es bleibt also noch einiges zu tun!

Quelle: Greenpeace e.V.

Donnerstag, Mai 13, 2004

Raffinierter Zucker fördert Diabetes: In den vergangenen 40 Jahren ist die Zahl an Diabetes-Erkrankungen rasend empor geschnellt. Nach einer jüngsten Studie der Harvard Universität haben daran vor allem die raffinierten Kohlehydrate wie etwa weißer Zucker Schuld. Fette und Proteine scheinen an der Entwicklung kaum Mitschuld zu sein, berichtet das Wissenschaftsmagazin "nature".

Die Wissenschaftlerin Simin Liu von der Harvard School of Public Health in Boston hatte in ihrer Studie untersucht, wie sich die Ernährungsgewohnheiten zwischen 1909 und 1997 verändert hatten. Diese Daten wurden dann mit denen des US Center for Disease Control and Prevention verglichen. Die Rate an Diabetes stieg signifikant mit der Zufuhr von höheren Kalorienmengen an, berichtet die Forscherin im Wissenschaftsmagazin American Journal of Clinical Nutrition. Liu hatte darüber hinaus auch die Nahrungszusammensetzung untersucht. Demnach war weder Fett noch Protein die Wurzel des Übels.

Auffallend war in den Untersuchungen, dass sich die Nahrung hinsichtlich einer Verminderung an faserreichen Lebensmitteln hinüber zu einer eskalierenden Menge von Zucker in verarbeiteten Nahrungsmitteln veränderte. Maissirup als Süßstoff ist heute in nahezu allen Lebensmitteln enthalten. Zu diesem Schluss kommt auch der Nahrungsmittelexperte Cyril Kendall von der University of Toronto. Mehrere internationale Wissenschaftler schließen sich dieser Theorie an und räumen auch gleichzeitig ein, dass auch raffinierte Zutaten wie etwa weißes Mehl und weißer Zucker sowie weißer Reis wesentlich daran beteiligt sind.

Dass die Nahrungsmittel wie sie in ihrer derzeitigen Form angeboten werden jedenfalls Diabetes nicht aufhalten, ist offensichtlich. Als die WHO im Vorjahr eine Empfehlung zu weniger Zuckerkonsum gab, schritt die US-Nahrungsmittellobby mit einem Gegenargument Wellen: Zucker allein sei nicht an der rasanten Zunahme von Diabetes verantwortlich. Lius Untersuchungen ergaben aber erneut eindeutige Indizien, dass Menschen, die größere Mengen von raffinierten Kohlehydraten zu sich nehmen, auch häufiger an Diabetes erkranken.

Quelle: Pressetext Austria

Mittwoch, Mai 12, 2004

Bambus vom Aussterben bedroht: Nach Angaben der UNO-Umweltorganisation UNEP sind mindestens 600 der 1.200 weltweit vorkommenden Bambus-Pflanzen massiv vom Aussterben bedroht. Die Bambuswälder sind aber nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Tierwelt ein wichtiges Habitat, berichtet BBC-Online. Bedroht ist auch der Handel mit Bambusprodukten, der immerhin jährlich Umsätze von rund 2,7 Mrd. Dollar bringt.

Die Angaben über die Bestände der Bambuswälder wurden vom UNEP-World Conservation Monitoring Centre und dem International Network for Bamboo and Rattan (Inbar) untersucht. Demnach stehen etwa 250 Bambus-Arten jeweils weniger als 2.000 Quadratkilomter Fläche zur Verfügung. Viele Artverwandte der kommerziell genutzten Bambuspflanzen haben nur noch sehr wenig Platz übrig. Trotz des zum Teil rasanten Größenwachstums der Pflanzen, eine japanische Bambuspflanze wächst bis zu 1,2 Meter pro Tag, sind die Pflanzen wegen ihres eigenwilligen Wachstumszyklus dennoch gefährdet. Viele der Spezies blühen in Intervallen von Jahren und sterben dann ab.

Etwa 2,5 Mio. Menschen leben vom Handel mit Bambus, der Lieferant für Möbel, Papier und Instrumente ist. Miollionen Menschen essen Bambussprossen. Im weltweiten Handel belaufen sich die Umsatzsummen von Bambus auf 4,5 Mrd. Dollar jährlich. Doch nicht nur der Homo sapiens, sondern auch zahlreiche Tierarten brauchen Bambus: so ernähren sich die beiden Panda-Bärarten, der Große und der Kleine Panda von Bambus, auch die kleinste Fledermaus-Spezies Tylonycteris pachypus, die nur 3,5 Zentimeter groß wird, braucht die Bambuspflanzen. Die Gorillas in Zentralafrika ernähren sich zu gewissen Zeiten im Jahr zu 90 Prozent von Bambus. Für viele Tierarten bieten die dichten Bambuswälder ideale Bedingungen zum Leben: so etwa für Lemuren und zahlreiche Amphibien in Madagaskar oder für die großen Waldantilopen, die so genannten Bongos.

Quelle: Pressetext Austria

Sonntag, Mai 09, 2004

Geheimprojekt Gen-Maisfelder: An 29 Standorten in sieben Bundesländern wächst seit kurzem Gen-Mais. Die umstrittene Freisetzung wird in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen, Bayern und Brandenburg umgesetzt, obwohl die meisten Verbraucher und Landwirte sich gegen Gentechnik aussprechen. Wo sich diese Anbauflächen genau befinden, wird verheimlicht.

"Es ist unglaublich, dass Industrie und Politik die Anbauflächen geheim halten", sagt Greenpeace-Gentechnikexperte Henning Strodthoff. "Für die Sicherheit des Mais kann niemand garantieren. FDP und CDU stellen sich ganz klar gegen die Interessen von Landwirten und Verbrauchern."

Ergebnisse von Fütterungsversuchen mit ähnlichen Maispflanzen von Monsanto werden bis heute unter Verschluss gehalten. "Man muss davon ausgehen, dass der Mais weitaus gefährlicher ist als bislang angenommen", kommentiert Strodthoff ein solches Vorgehen.

Der jetzt freigesetzte Gen-Mais wurde so manipuliert, dass in ihm ein Gift gebildet wird, das gegen einen bestimmten Schädling, den Maiszünsler, wirksam sein soll. Der Maiszünsler befällt in einigen wenige Regionen Maispflanzen und verursacht dadurch wirtschaftliche Schäden.

Zu lösen wäre dieses Problem allerdings ganz einfach: Der Schädling kann durch Pflügen bekämpft werden. Sowohl ein Spritzmitteleinsatz als auch der Anbau der Gen-Pflanzen sind überflüssig.

Quelle: Greenpeace

Freitag, Mai 07, 2004

Gen-Weizenfeld platt gemacht: Der Agro-Konzern Syngenta hat am Dienstagabend bekannt gegeben, dass sein Gen-Weizen-Versuch in Sachsen-Anhalt vor dem Aus stehe. Hintergrund: In der Nacht zum Dienstag haben Unbekannte einen Teil der Weizenpflanzen aus dem Boden gerissen und das Erdreich aufgewühlt. Das Landesagrarministerium sowie die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau, auf deren Gelände das Feld liegt, haben Strafanzeige erstattet.

"Syngenta hat den Konflikt vom Zaun gebrochen und damit Verbraucher, Landwirte und Umweltschützern verärgert", kommentiert Henning Strodthoff, Gentechnikexperte bei Greenpeace, den Vorfall. "Syngenta sollte sich nicht wundern, dass es zu solchen Reaktionen kommt." Strodthoff stellt jedoch klar: "Unsere Protestaktionen sind öffentlich und transparent. Das unterscheidet unsere Proteste von der angeblichen Zerstörung des Feldes."

Der nun wohl gescheiterte Versuch hatte vor einem Monat unter Polizeischutz begonnen. Kurz davor hatten Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten noch auf den Ackerflächen, die für den Versuch vorgesehen waren, Öko-Weizen ausgesät. Syngenta hatte die Versuchsfläche daraufhin drastisch reduziert.

Quelle: Greenpeace

Dienstag, Mai 04, 2004

Vitamine weniger gesund als bisher angenommen: Vitamine können die Werte von so genanntem schlechtem Cholesterin ansteigen lassen.

Wissenschaftler der New York University haben nachgewiesen, dass die Vitamine E, C und Beta-Carotin die Leber daran hindern, eine frühe Form des schlechten Cholesterins abzubauen.

Die Forscher gehen im Journal of Clinical Investigation davon aus, dass die Einnahme derartiger Vitamine nicht empfohlen werden kann.

Normalerweise bauen Leberzellen ein Schlüsselprotein wie VLDL in schädliche Lipoproteine ab. Das bedeutet, dass sie nicht in eine LDL Form umgewandelt werden können, die in den Blutkreislauf gelangen kann.

Bei Labortests zeigte sich, dass die Vitamine den Ablauf genau dieses Prozesses verhinderten. Weitere Tests mit Mäuse- und Rattenlebern wiesen nach, dass Vitamin E diesen Abbauvorgang verhinderte.

Der leitende Wissenschaftler Edward Fisher erklärte, dass die aktuelle Studie erstmals den Zusammenhang zwischen antioxidanten Vitaminen und VLDL Cholesterin herstelle. "Antioxidante Vitamine können für das Herz, aufgrund ihrer Fähigkeit die Sekretion von VLDL in den Leberzellen zu erhöhen, potenziell schädlich sein." Laut BBC sind jedoch weitere Studien erforderlich, um diese Ergebnisse zu überprüfen.

Quelle: Pressetext Austria

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