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Sonntag, Mai 09, 2004

Geheimprojekt Gen-Maisfelder: An 29 Standorten in sieben Bundesländern wächst seit kurzem Gen-Mais. Die umstrittene Freisetzung wird in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen, Bayern und Brandenburg umgesetzt, obwohl die meisten Verbraucher und Landwirte sich gegen Gentechnik aussprechen. Wo sich diese Anbauflächen genau befinden, wird verheimlicht.

"Es ist unglaublich, dass Industrie und Politik die Anbauflächen geheim halten", sagt Greenpeace-Gentechnikexperte Henning Strodthoff. "Für die Sicherheit des Mais kann niemand garantieren. FDP und CDU stellen sich ganz klar gegen die Interessen von Landwirten und Verbrauchern."

Ergebnisse von Fütterungsversuchen mit ähnlichen Maispflanzen von Monsanto werden bis heute unter Verschluss gehalten. "Man muss davon ausgehen, dass der Mais weitaus gefährlicher ist als bislang angenommen", kommentiert Strodthoff ein solches Vorgehen.

Der jetzt freigesetzte Gen-Mais wurde so manipuliert, dass in ihm ein Gift gebildet wird, das gegen einen bestimmten Schädling, den Maiszünsler, wirksam sein soll. Der Maiszünsler befällt in einigen wenige Regionen Maispflanzen und verursacht dadurch wirtschaftliche Schäden.

Zu lösen wäre dieses Problem allerdings ganz einfach: Der Schädling kann durch Pflügen bekämpft werden. Sowohl ein Spritzmitteleinsatz als auch der Anbau der Gen-Pflanzen sind überflüssig.

Quelle: Greenpeace
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